Othoni

Hafen von Othoni im Segelrevier Korfu

Lage von Othoni

Ungefähr 11 Seemeilen nordwestlich von Korfu liegt die Insel Othoni. Das steil aufragende Eiland mit 400 Meter über dem Meeresspiegel liegt gleichzeitig 48 Seemeilen östlich von Santa Maria di Leuca in Italien und ist damit ein idealer Zwischenstopp zwischen Italien und Griechenland.

Position der Hafen-Ansteuerung: 39° 50,2′ N 19°24,3′ O
Karten: Imray G11, Detailkarte A

Karte von Othoni bei Google Maps

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Westseite von Othoni im Segelrevier Korfu
Westseite von Othoni mit steil aufragenden Küsten

Allgemeines zu Othoni

Othoni gehört gemeinsam mit Erikóusa und Mathraki zu den Diapontische Inseln wobei Othoni den Hauptort darstellt. Auf den drei bewohnten Inseln Othoni, Errikousa und Mathraki leben etwa 1.700 Personen, welche sich früher selbst verwaltet haben, nun aber mit zu Korfu gehören.

Die meisten der 500 Einwohner von Othoni sind Nachkommen von Einwanderern welche im 16. Jahrhundert von Paxos oder dem griechischen Festland kamen. Sie leben vom Fischfang, Olivenanbau und vom Tourismus. In dem kleinen gleichnamigen  Dorf am Hafen gibt es einzelne Tavernen, eine Bar, eine Boutigue und ein kleines Hotel.

Wenige Touristen kommen nach Othoni über die Fährverbindung von Korfu. Die Fähre fährt Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag von Korfu. Durch die starke Abwanderung in den letzten Jahren gibt es heute fast nur noch Sommerhäuser auf der Insel.


Topografie von Othoni

Charakteristisch ist die steil aufragende eindrucksvolle Klippenwand an der Westseite der Insel und die höchste Erhebung von 393 Meter ganz in der Nähe im Westen der Insel. Die Ostseite läuft eher flach aus, ganz am östlichen Ende befindet sich der weiße Leuchturm Ak. Kastri mit einer Feuerhöhe von 103 Metern.


Ostseite von Othoni mit Leuchtturm im Segelrevier Korfu
Ostseite von Othoni mit Leuchtturm

Maritimes in Othoni

Idealer Ankerort in Othoni ist die Bucht Ormos Ammou hinter der Mole je nach Windrichtung entweder frei schwoiend oder mit Buganker und langer Landleine an der Hafenmole.

Dabei sind die Wind- und Wellen-Ablenkungen durch die Insel und die Hafenmole zu beachten. Hinter der Mole sind Wassertiefen zwischen 2-3,5 Meter vorhanden. Je weiter man in Richtung Strand oder Anlegestelle der Fähre kommt, desto flacher wird es.

Der Ankergrund ist sandig und hält gut. Einzelne Steine befinden sich laut Hafenhandbuch in diesem Bereich, ich habe in diesem Bereich noch keine im Ankerbereich entdeckt. Außerdem ist das Ankern mit Buganker und langer Leine außerhalb der Mole möglich. Dort sind Wassertiefen von 3 bis 5 Metern vorhanden.

Die Fähre kommt um 12 Uhr

Dabei gilt es zu beachten dass die Fähre um 12 Uhr kommt – man sollte rechtzeitig das Weite suchen, wird aber auch freundlich darauf hingewiesen. Die Fähre kommt von Süd und man kann sie von weitem kommen sehen, um rechtzeitig abzulegen. Die Anlegestelle der Fähre ist nicht wie hier auf Google Maps dargestellt am Nordende der Bucht sondern direkt am Betonpier. Am Pier können nur sehr kleinere Yachten anlegen, die Wassertiefe sinkt hier unter 1 Meter. Bei Winden aus Nordwest, Nord bis Ost gibt es guten Schutz vor Schwell und Wind, bei südlichen Winden steht Schwell im Hafen.

Kleines Hafenbecken östlich

Ein weiteres sehr kleines Hafenbecken befindet sich östlich, ist allerdings flach und einheimischen Fischer-Booten vorbehalten. Am nördlichen Kai kann man längsseits festmachen. Um den Schwell aus Süd zu vermeiden, empfiehlt es sich auf der Nordseite der Insel vor Ormos Fiki zu ankern. Dort gilt es aber das Flachwasser an beiden Teilen der Bucht zu beachten.


Frühstück in Othoni

Gastronomie

Ganz besonders kann ich die Taverne La Locanda dei Sogni empfehlen. Der Wirt Massimo sorgt sich mit italienischen und griechischen Köstlichkeiten um seine Gäste. Der Hauswein ist hervorragend und kann schon mal dazu verleiten, dass man im Regen morgens um 3 noch auf der Straße vor seiner kleinen Gaststube tanzt.

Außerdem gibt es noch Katrokios Restaurant mit ähnlich guten Bewertungen auf Google, ich war allerdings noch nicht persönlich in dieser Taverne. Es gibt außerdem einen kleinen Laden auf Othoni wo man dringend benötigten Proviant beschaffen kann.

Wie auf allen Segelreisen ist eine Mahlzeit an Bord natürlich auch immer eine Option und an so entlegenen Orten wie Othoni zur Nebensaison wie sogar die einzige. Wie hier Oktober 2019 kann es passieren, dass man nach Othoni kommt und alles hat zu. Wie schön wenn man auf einer Yacht fast immer auf fast alles vorbereitet ist.

 


 

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