Segeltörns Korfu

Incentive Segeln – Das Team-Event mit Teambuilding in Korfu

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Der erste Törn meiner Saison 2019 in Korfu war das Teamevent mit dem Incentive Segeln der deutschen Vermögensberatung im Ionischen Meer. Zwei Teams hatten sich eingefunden und segelten mit zwei Yachten entlang Korfu, nach Paxos und Antipaxos. Das Ziel des Segel-Törns war also nicht nur ein erholsamer Segelurlaub mit vielen Erlebnissen, es traten andere Ziele in den Vordergrund: Mitarbeitermotivation und Teambuilding sollten mit dem außergewöhnlichen Teamevent geschaffen werden. Als Auszeichnung bzw. Bonus für eine Auswahl der erfolgreichsten Mitarbeiter der DVAG sollte das Incentive  Segeln vor Korfu die beiden Teams auf besondere Weise zusammenschweißen. Wir segeln von Korfu nach Ormos Valtou, weiter nach Petriti, dann nach Lakka und Gaois auf Paxos, nach Syvota am griechischen Festland und schließlich zurück nach Korfu.

Entlang Korfu segeln wir nach Ormos Valtou

Wir passieren den Leuchtturm der alten Festung von Korfu.
Der Aufstieg zum Leuchtturm in der Festung lohnt sich und bietet eine herrliche Sicht über Korfu Stadt

Das Incentive Segeln startet ungewöhnlich für mich erst am Sonntag. Für gewöhnlich verlasse ich bereits am Samstag den Hafen, um den Gästen noch einen weiteren Tag zu ermöglichen, aber bei zwei Yachten geht man natürlich auch Kompromisse mit dem zweiten Skipper ein.
Vom Ausgangspunkt Gouvia Marina verlassen wir beim Teamevent den Hafen in Richtung Süden und passieren Korfu Stadt mit der eindrucksvollen Wehranlagen der Neuen Venezianischen Festung und der Alten Venezianischen Festung (oben im Video). Im Vordergrund sieht man die Mandraki Marina vom Corfu Sailing Club. Auf der Bergspitze ist der Leuchtturm, wo auch eine Plattform ist, die eine herrliche Aussicht über die Korfu Stadt ermöglicht. Das Bild unten ist von etwa halber Höhe mit Blick auf die Mandraki Marina und die benachbarte Insel Ptichia. Auf der Rückseite von Ptichia sind schöne Ankerplätze und ein winziges Eiland an dem ich auch öfters zum Baden ankere.

Doch wir segeln erst einmal weiter Korfu entlang nach Süden nach Ormos Valtou. Auf dem Weg dorthin passieren wir hinter der Alten Festung zunächst die NAOK-Marina und die Garitsa Bucht, ein herrlicher Ankerplatz mit Blick auf Korfu von der Südseite. Es folgen die Windmühle an der Südspitze der Garitsa Bucht und die Halbinsel Kanoni südlich von Korfu-Stadt. Die ersten Städtegründer sollen hier ihre erste Siedlung auf Korfu gegründet haben. Hinter den Hügeln liegt der Flughafen, aber auch ein paar eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten. Kanoni hat seinen Namen von einer Kanone, die oben auf der Aussichtsplattform der Halbinsel steht. Sie soll von den Briten hier stehen gelassen sein, als sie hier vor den Franzosen fliehen mussten. Die Kanone selber soll aber russischer Bauart sein.

Ormos Valtou – erster Stopp der Rundreise

In der Bucht Ormos Valtou war das Baden und Schnorcheln besondere Freude als Incentive Segeln

Ormos Valtou ist eine perfekt abgeschirmte Bucht, welche eine ruhige Nacht völlig unabhängig von der Windrichtung und Stärke ermöglicht. Die Bucht ist ideal gelegen zwischen Igoumenitsa und Korfu und liegt auf der Strecke nach Süden.  Dank herrlich klarem Wassers kann man die Ankerkette bis auf dem Grund mit den Augen verfolgt werden. Den Grund tauchend zu erreichen ist allerdings selbst wenn man sich an der Kette herabzieht schwierig. Das Lot zeigt über neun Meter Wassertiefe. Statt so tief zu Tauchen versuchen wir es mit Kopfsprüngen beim Teamevent der DVAG, was in dieser Bucht mindestens ebenso viel Spaß macht.  Tatsächlich gibt es zwei Buchen zum Ankern bei Ormos Valtou: Ich wählte bisher immer die erste, etwas größere für meine Übernachtungen. Man liegt ideal frei schwoiend vor Anker. Die Bucht bietet reichlich Platz, so dass sich die Yachten bei Winddrehungen auch bei länger gesteckten Ketten nicht in die Quere kommen. Meist sind höchstens drei oder vier Yachten vor Anker zu Gast in dieser Bucht inmitten der Natur. An der Einfahrt zur Bucht vorgelagert ist ein feinsandiger Sandstrand an der Mündung des Flusses Kalamas. Eine nähere Beschreibung zum Strand mit vielen Bildern gibt es hier.

Petriti, ein verschlafener Fischerort

Mit leichten Winden aus wechselnden Richtungen segeln wir zurück nach Korfu zum Hafenörtchen Petriti, welches wir am Abend erreichen. Petriti ist ein kleines Dorf an der Ostküste Süd-Korfus. Der Hafen ist noch ein echter Fischerhafen, Massentourismus gibt es hier nicht. Große Hotels fehlen, die wenigen Urlauber kommen im wesentlichen durch Yachten nach Petriti. Einzelne private Ferienwohnungen und Apartments gibt es, sonst ist Petriti ein verschlafener kleiner Fischrort. Direkt am Hafen servieren mehrere Tavernen garantiert fangfrischen Fisch. Es gibt mehrere Geheimtipps: das Limnopoúla Restaurant direkt vor dem Schwimmsteg ist qualitativ sehr hochwertig. Ebenso empfehlenswert ist das Carnagio Restaurant direkt am Hafen. Beide Tavernen habe ich mehrmals besucht und wurde nicht enttäuscht. Aber auch den anderen Restaurants kann man nichts falsch machen, lange Gesichter habe ich auch dort noch nicht gesehen. Wir wählen das Limnopoúla Restaurant und es sollte wunderbarer Abend werden.

Vor dem Hafen von Petriti ankerten wir beim Teamevent am zweiten Seetag. Am Morgen bedarf es erst einmal einer kleinen Ansprache dass das Teambuilding besser klappt.

Anlegen und Ankern in Petriti

Lokale Fischerboote beanspruchen die meisten Plätze im Hafen, welcher noch dazu im inneren Bereich recht flach ist. Daher gibt es nur eine begrenzte Zahl von geeigneten Anlegeplätzen in Petriti, welche unmittelbar Schutz vor Schwell bieten: entweder direkt an der Innenseite der Hafenmole oder direkt gegenüber, wo jeweils mit Buganker und Achterleinen angelegt wird. Sind diese Plätze belegt, kann man südlich davon im Ankerfeld frei schwoiend die Nach verbringen. In der vorherrschenden Windrichtung stellt das kein Problem dar, kommt der Wind mehr aus Nord wird es etwas unruhig. Im Hafen wird seit 2019 Hafengebühr verlangt, was aufgrund überschaubarer Infrastruktur (Mülltonnen, ein einzelnes WC) und im Vergleich zu attraktiveren Plätzen ohne Gebühr eher kritisch zu betrachten ist. Wenn freies Schwoien nicht möglich ist weiche ich meist auf attraktivere Plätze ohne Gebühr aus.

Von Petriti nach Lakka

Am nächsten Morgen frühstücken wir ausgiebig und segeln anschließend weiter Richtung Lakka auf Paxos. Nun ja, nach einer kleinen Ansprache meinerseits. Auch wenn dem Incentive Segeln genügend Aufmerksamkeit geschenkt wurde, so richtig “Teambuilding” war die Veranstaltung bislang noch nicht. Es fehlt noch etwas Ehrgeiz ein echtes Teamevent daraus zu machen. Gemeinsame Ziele sollen definiert und die Pflichten besser verteilt werden. Und ein wenig mehr sportliches Segeln mit Manöver-Training tut sowohl dem Teambuilding gut und auch dem Incentive Segeln keinen Abbruch. So segeln wir zunächst zur Sandbank von Lefkimi und anschließend nach Lakka mit etwas mehr sportlichem Ehrgeiz. So erhält der jeweils steuernde Teilnehmer mehr Rüstzeug von mir sein Team tatsächlich zu führen. Die Mannschaft wird von nun an besser durch den jeweiligen “Chef vom Dienst” eingewiesen – für einen Segler der bis vor wenigen Tagen noch nie auf einem Segelboot war eine echte Herausforderung. Aber echtes Teambuilding eben. Wir erreichen Lakka auf der Insel Antipaxos und genießen den herrlichen Sonnenuntergang am Dingi-Hafen vor der Kulisse der Yachten der Bucht.

Der Dingihafen von Lakka beim Teamevent der DVAG. So macht Teambuilding Spaß. Zur Feier des Tages nehmen wir ein paar Bier beim Incentive Segeln mit.

 

Von Lakka über Voutoumi nach Gaios

Und weiter geht es beim Teamevent der DVAG entlang der Westküste von Paxos an der zum Ionischen Meer offenen Seite. Nun klappt das Teambuilding bereits viel besser, der Steuermann ist in der Lage, sein Team in den Manövern zu führen. Die an Bord anfallenden Arbeiten werden fair verteilt. Die gegenseitige Hilfe schreiben die Jungs und das Mädel mittlerweile groß. Wir passieren die “Blauen Grotten” von Paxos (hier viele schöne Fotos) und legen einen Badestopp ein. An der Außenseite muss man hier die Wellenentwicklung über den Tag genau beobachten. Ein Zustieg über die Badeleiter am Heck birgt Gefahren wenn das Heck auf und ab stampft. Nach der ausgiebigen Badepause segeln wir weiter nach Voutoumi/Mesovrika der beliebten Doppelbucht im Nordosten von Antipaxos und treffen auch das andere Team vom Teamevent. Beim gemeinsamen Baden und Schnorcheln im türkisblauen Wasser der vergeht die Zeit wie im Flug und wir brechen auf nach Gaios wo wir am Abend einterffen.

Beim Teamevent der DVAG in Voutoumi Beach, So macht Incentive Segeln Spaß

Von Gaios nach Syvota

Im Hafen von Gaios stand wieder einmal das Teambuilding an erster Stelle. Ein Fitness-Studio im Ort hat sich auf die große Nachfrage von Segel-Crews eingestellt und bietet Duschen und damit ein gewisses “landfein machen” gegen einen Obolus.  In weniger als einer halben Stunde steht die gesamte Mannschaft geschniegelt und gebügelt und damit ausgeh-fein am Schiff. Es folgt ein leckeres Abendessen in den örtlichen Tavernen. Es sollte ein langer und feuchtfröhlicher Abend im Hafen von Gaios werden. Ein Gedanke der bei der Mitarbeitermotivation ja auch nicht zu kurz kommen darf.

Blick zurück über das Dingi durch den Hafen von Gaios beim Teambuilding

Am nächsten Morgen heißt es rechtzeitig Anker lichten auch wenn das feuchtfröhliche Teambuilding in Gaios etwas Müdigkeit in die Augen der Segler gelegt hat. Wir segeln beim günstigen Winden nach Syvota dem bezaubernde Inselarchipel an der Festlandsküste und genießen den Abend und den Ausblick im Ankerfeld.

Abendstimmung und Teambuilding in Syvota beim Teamevent der DVAG

Rückfahrt nach Korfu

Der letzte Tag bedeutet Rückreise nach Korfu und ein letzter geselliger Abend bei Zorbas. Einem der vielen Tavernen an der Kontokali Road. Besonders die Muscheln sind zu empfehlen – und nun ja: Zorbas ist für seine übergroßen Portionen berühmt-berüchtigt. Da ist etwas Ouzo zur Verdauung nötig!

Wir sitzen und unterhalten uns noch bis tief in die Nacht! Am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen. Das Incentive Segeln mit der DVAG hat Spaß gemacht – offenbar allen Beteiligten. So viel, dass das Teamevent in 2020 wiederholt wird. Ich denke mir schon einmal ein paar neue Teambuilding Spiele aus! Na dann auf ein Wiedersehen in Korfu!

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