Keine Zeit zu sterben! Der James-Bond-007-Streifen aus dem Jahr 2021 und damit der letzte erschienene Bond-Film war auf meiner 2025/26-Winter-Netflix-Watchlist und die Verfolgungsjagd in Matera in der Startsequenz von “James Bond 007 – No time to die” hat mich besonders begeistert.
Dieses Fleckchen Erde muss ich mir ansehen! Und da ich bei jeder Anreise per PkW von Deutschland nach Korfu immer irgendwo in Italien halten muss…
…und Verona, Venedig, Bologna, Ancona und Bari schon dran waren…
…fällt die Wahl dieses Mal auf Matera!
Im anschließenden Clip das “Making of” zu “Keine Zeit zu sterben” in Matera:
Matera liegt tief im Süden Italiens, im Fuss mittendrin, wenn man den Stiefel sieht, und Rom ans Schienenbein, Mailand und Venedig am Knie verortet. Meine Fähre nach Griechenland geht von Brindisi ab. Das ist den halben Absatz runter an der Adria. Um 23:00 Uhr legt die Fähre ab, um 21:00 Uhr muss ich einchecken. Wer die Fähre in Brindisi verpasst, steht erst einmal dumm da: Also wirklich: Keine Zeit zu sterben! Doch starten wir am Beginn der Reise:
Von Berlin über Würzburg, Herzogenaurach, Erlangen, Nürnberg, München, Innsbruck, Bozen, Verona, Rimini und Matera nach Brindisi: aber “Keine Zeit zu sterben”

Von Berlin aus geht’s los, kurz entschlossen kann ich kurz vor Nürnberg rechts abbiegen und doch noch meine wunderbare Tochter in Würzburg treffen. Am Abend geht’s nur noch nach Herzogenaurach, denn am nächsten Morgen möchte ich noch 2 gebrauchte Kites in Erlangen erwerben. Herzogenaurach ist natürlich eng verbunden mit der deutschen Sport- und Unternehmergeschichte.
Zwei der drei größten Sportartikelhersteller weltweit haben ihre Konzernzentralen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Während der Olympischen Spiele 1936 arbeiten Adolf und Rudi Dassler noch gemeinsam in der Gebrüder Dassler Schuhfabrik in Herzogenaurach. Sie statten den US-Amerikaner Jesse Owens, den ersten Olympiasieger, mit ihren Schuhen aus.
Doch die Brüder zerstreiten sich zum Ende des Krieges, werden erbitterte Rivalen und bleiben es bis zum Tod. Was Krieg halt macht…
Adolf Dassler nach dem Krieg Adi Dassler genannt, gründet Adidas, sein Bruder Rudolf Dassler gründet Puma.
Das Hotel HerzogsPark, in dem ich nächtige, wurde in den 60ern von Adi Dassler als Gästehaus von Adidas errichtet und ist nach wie vor in Familienhand.
Durch die Gestaltung des Eingangsbereichs werde ich überhaupt erst darauf aufmerksam, in welcher historischen Stätte ich hier nächtige. Ich hatte das Hotel nur nach dem Preis ausgewählt: Es war schlicht das billigste mit Sauna im Norden von Nürnberg. Ich kann das Hotel wärmstens empfehlen! Ohne Sauna würde ich die 2274 km wohl nicht überstehen und ich habe: Keine Zeit zu sterben!

Vom Hotel in Herzogenaurach geht es nach Erlangen. Dort vervollständige ich meine Kollektion an Kites um einen 7 qm und einen 5 qm Kite von Liquid Force und treffe anschließend in Nürnberg meinen guten Freund Jochen, mit dem ich vor fast 30 Jahren eine WG in Leipzig bewohnte. Wir fahren gemeinsam nach München.

Leider auch bei Julian: Keine Zeit zu sterben …
Ein Geschäftstermin in München klappt perfekt, der andere mit Julian Dziki leider nicht. Julian, ich will Dir schon seit Jahren persönlich danken für Deine großartige Hilfe in der Gründungsphase dieser Firma. Deine Bücher empfehle ich bei jeder Gelegenheit aber nach fast 20 Jahren seit unserem ersten telefonischen Kontakt, würde ich mich sehr über ein Treffen freuen!
Aber klar: an dem Montag hattest Du NULL Zeit! Irgendwann klappt es einmal, wenn ich meine Reisen nicht mehr 5 Minuten vor der Abfahrt plane…
Ich fahre alleine weiter von München bis Innsbruck, wo Pedro einsteigt und bis Bozen mitkommt. Am späten Abend komme ich noch bis kurz vor Verona.
Quer durch Italien und zum Drehort von: “Keine Zeit zu sterben!”
Am nächsten Morgen geht es schon um 4 Uhr früh weiter. Ich möchte noch vor dem Berufsverkehr Bologna passieren und das gelingt mir auch. Frühstück gibt es bereits in Rimini an der Adria und ich kann, da ich gut in der Zeit bin, die mautpflichtige Autobahn verlassen. Wer schnell unterwegs sein will, zahlt Maut und das überall in Europa. Also fast überall…



Deutschland ist wirklich das einzige Land in ganz Europa, in dem die Autobahnmaut nicht funktioniert. Aus der “Ausländermaut” bayerischer Bierzelte wurden dank Andi Scheuer keine Einnahmen, sondern 300 Mio. Staatsschuld. Ganz Europa lacht sich wohl immer noch über diese deutschen Trottel kaputt, deren Autobahn tatsächlich nur von den Deutschen selbst bezahlt wird.
Kurz vor Pescaro gehe ich auch wieder auf die Autobahn und fahre erst bei Foggia in Süditalien gegen 16 Uhr wieder auf der Landstraße weiter nach Matera. Trotz der langen Strecke kann ich mir den Abstecher erlauben und den Drehort von “James Bond 007 Keine Zeit zu sterben” wirklich besuchen.

Kurz vor meiner Ankunft in Matera erscheint ein Regenbogen über den grünen Hügeln. Ich bin das erste Mal per PkW so tief in Süditalien und überrascht, wie grün und malerisch die Landschaft ist.
An den Drehorten von “James Bond 007 – Keine Zeit zu Sterben” in Matera
Ich komme gegen 17 Uhr in Matera an, lasse meinen Skada Yeti im Parkhaus und nehme mir vor, um 19 Uhr wieder weiterzufahren. Denn auch ich habe “Keine Zeit zu sterben” und die Fähre zu verpassen, kommt einem kleinen Tod sehr nahe.

Die erste dreiviertel Stunde irre ich etwas hilflos umher. War das jetzt hier? Oder dort? Alles schön hier doch was ist wo im Film? Ich sehe meine Zeit verinnen…



Dann treffe ich Francesco. Francesco macht mit seinem Tuktuk in seiner Firma Apeppecar großartige Stadtführungen in Matera für 2 Personen! Die Tour bei Francesco dauert etwa eine Stunde.

Ich habe die “Keine Zeit zu sterben-Schnellversion” gewählt und wir besichtigen hauptsächlich die Drehorte des James-Bond-Films. Francesco ist ein cooler Typ und das Tuktuk ein perfektes Verkehrsmittel für die engen Gassen von Matera.
Francesco klärt aber erst einmal auf: Die Brücke von der James Bond mit dem Kabel in der Hand herunterspringt, ist in Gravina in Puglia etwa 30 km nordwestlich von Matera. Der Friedhof an dem James Bond das Grab von Vesper Lynd besucht, wurde als Filmset sowohl in Matera als auch in Gravina gebaut und wieder abgebaut. Irgendwie auch klar: Explosionen auf einem Friedhof, das wird auch für das James Bond Merchandise eher nix.
Wir besuchen die Basilica Cattedrale di Matera “Maria Santissima della Bruna” auf deren Kirchplatz Bond mit dem Motorrad landet. Unten links im Video.
Wir folgen den Straßen der Verfolgungsjagd im Aston Martin DB5 – nur eben im Tuktuk (oben rechts) und besichtigen natürlich die Piazza S. Pietro Caveoso, an der der gepanzerte Wagen zunächst beschossen wird, schließlich zum Maschinengewehr-Donut ausholt und so den Spectre-Agenten entkommt (unten).
Soweit Mr. Bond… Bei mir und Francesco sieht das Ganze “Geballer” äußerst harmlos aus! Das hilft auch keine Vokal-Vertonung! Aber wir haben Spaß und das zählt!
Am Ende der Tour bringt mich Francesco punktlich wieder zurück zu meinem Auto und ich verlasse ebenso pünktlich vor 19 Uhr Matera, denn auch ich habe “Keine Zeit zu sterben” und muss rechtzeitig zu meiner Fähre nach Brindisi. Hier noch einmal der Whatsapp-Direktkontakt von Francesco.
Wie geplant erreiche ich nach knapp zwei Stunden Fahrzeit den Hafen von Brindisi. Ohne Stress und Hektik freue ich mich darauf, einzuchecken. Am Schalter des Fährterminals noch ein kurzes Schmunzeln: “Sie haben aber die Fähre für morgen gebucht…” Hoppla! Nix mit: “Keine Zeit zu sterben”! Ich hätte noch einen ganzen Tag in Matera oder gar in Gravina herumtrödeln können.
Auf nach Korfu!
Ach was, es gibt viel zu tun in Korfu und ich will auch zu meinem Boot und “last but not least” hat auch auf Korfu James Bond mit “FOR YOUR EYES ONLY” – “In tötlicher Mission” bereits 1981 seine Spuren hinterlassen und diesen Bond-Film habe ich in der Winterpause auch noch einmal angesehen.



Danke für diese schöne touristische Inspiration für unseren nächsten Italien-Roadtrip. Mindestens drei Bond-Fans sind an Bord und wir sind auch immer auf dem Weg zur Fähre nach KORFU, genau wie Du. Τα λέμε σύντομα!
Vielen Dank Claudia für Deinen Kommentar. Sehr schön dass Euch der Beitrag gefallen und inspiriert hat. Ich wünsche Euch eine stressfreie Anreise und vielleicht passt es, wenn Ihr mal über Brindisi fahrt ja auch einmal.
Hallo Matthias , danke sehr für Deinen Bericht über Matera. Die Stadt zu besuchen , ist auch ein Wunsch von mir. Findet man den Bericht später noch auf Deiner Homepage?
Wenn nur nicht der lange Weg in den Süden wäre.Ich würde mit dem Wohnmobil fahren und suche eine Möglichkeit einen Teil der Strecke mit der Fähre zu fahren , finde aber ausser nach Palermo zu fahren nichts. Ist Dir was bekannt?
Freue mich immer von Dir zu hören.
Hab einen guten Start in die Saison. lass Dich drücken und frohe Ostern
herzlichst Marieluise und Siegfried
Liebe Marieluise, lieber Siegfried,
es ist schön von Euch zu hören. Wie geht es Euch? Der Artikel bleibt auf der Webseite stehen, den erreichst Du auch immer unter demselben Link. Es fährt leider keine Fähre längs entlang Italiens. Wenn Ihr mit dem Camper fahrt, würde an Eurer Stelle mehrere Stopps einplanen. Vielleicht sucht Ihr, wenn Ihr von Stuttgart kommt, etwas bei Mailand oder dem Luganer See für den ersten Stopp, einen schönen Stellplatz an der Adria, vielleicht zwischen Rimini und Ancona und dann im dritten Schritt bis Matera. Ich fand Bologna auch sehr schön – fragt aber nicht nach Spagetti Bolognese – das heißt Ragout dort. So riesig ist der besonders sehenswerte und touristische Teil von Matera nicht. Nach 1-2 Tagen hat man wirklich alles gesehen.
Alternativ könnt Ihr auch nach Bari fliegen und dann ab dort ein Wohnmobil ausleihen. Ich habe hier für Euch einen Camper gefunden.
Euch auch schöne Osterfeiertage!
Liebe Grüße
Mathias
Ciao Matthias! Grazie per questo splendido articolo, grazie a nome della mia città.
Sono molto felice di essere riuscito a trasmetterti qualcosa ed averti aiutato a trovare gli angoli dell’agente segreto che stavi cercando.
Spero di rivederti presto qui e di venire a vivere una delle tue avventure a vela quanto prima.
È stato un vero piacere, sei forte 💪🏽
Thank you so much for your comment! I really look forward to welcome you here in Corfu! I am sure we will meet soon!